Bechhofen profitiert von der Nähe zum Saarland

Ortsansicht Bechhofen

Bechhofen ist als Wohnort gefragt. Ein Neubaugebiet soll Perspektiven bieten. Foto: Daum

 

VON ANDREA DAUM

Die Bewohner des Dorfes Bechhofen im Landkreis Südwestpfalz sind erprobte Grenzgänger. Es zieht sie regelmäßig über die Landesgrenze ins angrenzende Saarland, vor allem in die gerade mal sieben Kilometer entfernte Nachbarstadt Homburg. Junge Menschen wollen Grenzgänger werden, suchen Bauplätze im Ort. Ein Neubaugebiet nimmt aktuell Gestalt an.

Gut erreichbare Zentren wie Homburg oder Zweibrücken sind ein Grund dafür, warum die Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren keine Einwohner verloren hat – entgegen dem Trend im Landkreis Südwestpfalz. Und das soll auch so bleiben. „Wir sind dabei, ein Neubaugebiet zu realisieren“, sagt Bürgermeister Paul Sefrin. Ein privater Erschließungsträger ist beauftragt, in Richtung Lambsborn 27 neue Bauplätze zu erschließen. „Wir haben Nachfrage noch und noch“, berichtet Sefrin. Ihn freut, dass sich auch Baulücken im Ort schließen, weil bisher unverkäufliche Grundstücke jetzt doch verkauft werden.

Die gut erreichbaren Zentren Homburg und Zweibrücken, ein S-Bahn-Anschluss in der Nähe, dazu in kabelversorgten Gebieten DSL-Anschlüsse, die bis 200 Megabit pro Sekunde Leistung bieten, und der über den Landkreis laufende Breitbandausbau sind Faktoren, mit denen der Wohnort punktet.
„Auch unser Bildungszentrum ist wichtig“, sagt Sefrin schmunzelnd und meint damit Kindergarten, Grundschule und Dorfgemeinschaftshaus, die unmittelbar nebeneinander liegen. Der Kindergarten bietet sechs Gruppen und Platz für bis zu 115 Kinder. Die Einrichtung, in der auch ein Erzieher beschäftigt ist, ist ebenso gefragt wie das Ganztagsangebot an der benachbarten Grundschule. Unmittelbar an den Schulhof schließt das Dorfgemeinschaftshaus an. Hier wird das Essen im Rahmen der Ganztagsbetreuung serviert. „Wir versuchen, Synergieeffekte zu nutzen“, erläutert der Bürgermeister. Die Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses, ein wichtiges Zentrum im dörflichen Leben, ist eine der Aufgaben der näheren Zukunft.

 

Ortsbürgermeister Paul Sefrin Foto: Daum

Ortsbürgermeister
Paul Sefrin
Foto: Daum

 

„Unsere Infrastruktur ist gut“, freut sich Sefrin. Wünschen würde er sich ein altersgerechtes Wohnangebot für Senioren im Ort. „Mal sehen, ob wir da noch etwas realisieren können“, sagt er.
Bechhofen verfügt über ein Dorfzentrum mit Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten sowie breit aufgestellter medizinischer Versorgung. Die Gemeinde selbst, aber auch Handwerker und Dienstleister bieten Arbeitsplätze im Ort. Im Dorfzentrum gibt es einen Hotspot für freien W-Lan-Empfang. Einstiegspunkte für verschiedene zertifizierte Wanderwege finden sich ebenfalls im Ortszentrum, das vom Pfälzer Jakobsweg tangiert wird.

Von den Einrichtungen profitieren Gäste und Einheimische. Auf der Rollsportanlage lässt sich prima skaten. Top in Schuss ist die beliebte Kneipp-Anlage, die das Entree in Richtung Talaue bildet. Alles zu unterhalten, erfordert hohes ehrenamtliches Engagement, das Bürger und Vereine an den Tag legen, auch beim Dorffest, das der Verkehrsverein initiiert hat. Es gebe eine große Vielfalt an Beteiligungsmöglichkeiten. Wichtig sei, dass man sich austausche und zusammenarbeite, sagt der Bürgermeister.

Die Serie

Im Pfalz-Plan stellen wir wöchentlich in loser Reihenfolge Städte und Gemeinden in der Pfalz vor.

 

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